Quelle: http://www.dasgeheimnis.de/web/offenbarung_21.htm

Offenbarung 21

Offenbarung 21,1.2 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
 
  Johannes sieht in dieser Vision eine neue Erde und einen neuen Himmel. Selbst das Meer in seiner heutigen Form wird es nicht mehr geben. Alles wird neu gemacht. Diese Stelle besagt aber nicht, dass es auf der neuen Erde kein Meer mehr geben wird. Sie besagt nur, dass alles vollständig neu gemacht wird, auch das Meer. Wir können aber davon ausgehen, dass das Meer auf der neuen Erde ganz anders sein wird. Es wird so fantastisch sein, dass wir uns das heute gar nicht vorstellen können.

Hinweis: Heute bedeckt das Meer ca. zwei Drittel der Erdoberfläche. Dies ist sicher die Folge der Sintflut (vgl. 1. Mose 7), bei der die ganze Erde für ca. 5 Monate unter Wasser stand. Auf der neuen Erde werden die Verhältnisse sicherlich anders sein, da kein Fluch der Sünde mehr zu sehen sein wird.

Hinweis: Wer jetzt der Evolutionstheorie vertraut (vgl. Evolution vs. Schöpfung), hat natürlich große Schwierigkeiten, diesen Text zu verstehen. Wenn unsere Erde in Millionen von Jahren entstanden ist, wie lange wird dann wohl die neue Erde benötigen? Man kann diesen Text nur im Glauben an eine Sieben-Tage-Schöpfung und an einen Schöpfer begreifen, dem alles möglich ist (vgl. Jesus als Schöpfer).

In Offenbarung 15/16 wird berichtet, wie die Erde durch die Ausgießung der sieben letzten Plagen verwüstet wurde. Das Meer, die Flüsse und die Bäche sind wie Blut eines Toten geworden, die Städte sind verwüstet und die Inseln und Berge sind verschwunden. Nach Offenbarung 20 wird dieser verwüstete Zustand der Erde tausend Jahre anhalten. Am Ende dieser tausend Jahre wird die heilige Stadt, in der sich die Nachfolger Jesu während des ganzen Zeitraums befanden, wie eine geschmückte Braut vom Himmel kommen. Es ist der Beginn der Neuschöpfung der Erde. Gott wird alles neu erschaffen um das Paradies auf Erden wieder aufzurichten.

 
Offenbarung 21,3.4 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
 
  Die heilige Stadt, die von Gott aus dem Himmel kommt, wird die neue Wohnstätte Gottes sein. Gott wird bei den Menschen auf der neuen Erde wohnen. Die heilige Stadt ist die Hütte Gottes, von der Jesus in Johannes 14,2 schrieb:

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Nach Offenbarung 22,3 befindet sich sowohl der Thron Gottes, als auch der Thron Jesu auf der neuen Erde. Jesus wird der Gott der Erlösten sein, denn "Gott mit ihnen" deutet auf den Namen Immanuel hin, was "Gott mit uns" bedeutet. Dieser Immanuel ist nach Jesaja 7,14 niemand anders als Jesus. Jesus wird auf der neuen Erde mitten unter den Erlösten leben. Er hat sein Leben für jeden Einzelnen gegeben und dadurch, dass er Mensch wurde und seine Göttlichkeit unter der menschlichen Natur verbarg (vgl. Philipper 2,7), hat er sich für immer mit der Menschheit verbunden. Die Erde war der zentrale Kampfplatz im Universum. Selbst die Engel haben vermutlich an unserer Erde mehr Anteil genommen als an irgend einer anderen, denn schließlich war im Himmel über jeden Sünder, der Buße getan hatte, mehr Freude als über 99 Gerechte (vgl. Lukas 15,7).

Auch wird Gott alle Tränen abwischen, indem er alle Ursachen für diese entfernt. Es wird keinen Tod, kein Leid und keine Schmerzen mehr geben, denn die erste Erde, die unter dem Fluch der Sünde stand, ist Vergangenheit.

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Offenbarung 21,5-8 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.
 
  Nach Offenbarung 22,12.13 ist Jesus das A und das O, der Anfang und das Ende. Jesus wird alles neu machen. Das heißt nicht, dass er eine neue Erde schaffen wird, sondern viel mehr, dass er unsere Erde neu machen wird. Derjenige, durch den unsere Erde das erste Mal erschaffen wurde (vgl. Jesus als Schöpfer), wird sie von den Folgen der Sünde reinigen und alles neu machen. Auf diese Worte dürfen wir uns verlassen, denn sie sind gewiss.

Die Überwinder werden die neue Erde ererben (Galater 3,29):

Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Wer zu Jesus gehört, der ist ein Kind Abrahams und demzufolge gilt ihm die Verheißung, die ganze Erde zu ererben (vgl. Römer 4,13). Wer überwindet, soll alles ererben, d.h. wer zu Jesus gehört ist ein Überwinder.

Hinweis: Wer erkennt, dass er als Sünder durch Jesus gerecht gemacht wird (vgl. Römer 1,17) und dass diese Gerechtigkeit ein Geschenk ist, die ihm auf unverdiente Art und Weise zugerechnet wird (vgl. Römer 3,28), der bekommt eine ganz neue Beziehung zum Gesetz. Nach Römer 3,20 kommt durch das Gesetz Erkenntnis der Sünde und führt den Sünder direkt zu Jesus, seinem Erlöser. Da man erkennt, dass die eigenen Übertretungen den Sohn Gottes an Kreuz brachten, will man natürlich aus Liebe zu Jesus seine Gebote halten (vgl. Johannes 14,15). Man kann natürlich nicht aus sich selbst heraus diese Gebote halten, sondern Jesus heiligt den Gläubigen durch den heiligen Geist und dadurch wird man zu einem Überwinder der Sünde (vgl. Offenbarung 12,11).

Für alle anderen Menschen, die Jesus nicht als ihren persönlichen Erlöser angenommen haben, bleibt nur der zweite Tod. Nach Offenbarung 20,14 bedeutet der zweite Tod die endgültige Vernichtung, die eine ewige Auswirkung hat.

Weil wir nun wissen, dass die Bibel solches voraussagt, so lasst uns noch heute das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus annehmen, damit wir gemeinsam mit ihm auf der neuen Erde sein dürfen.

 
Offenbarung 21,9-11 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall;
 
  Einer von den sieben Engeln, die Johannes zuvor in Offenbarung 17 die Hure gezeigt hatten, zeigt ihm nun das heilige Jerusalem, die Braut des Lammes. Um die Stadt sehen zu können, wird Johannes auf einen hohen Berg entrückt. Betrachten wir nun Galater 4,26.27:

Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; das ist unsre Mutter. Denn es steht geschrieben (Jesaja 54,1): "Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht schwanger bist. Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, als die den Mann hat."

Paulus bezeichnet das himmlische Jerusalem als unsere Mutter. Dazu beruft er sich auf Jesaja und bringt damit zum Ausdruck, dass das alttestamentliche Jerusalem viel weniger Kinder hat, als das himmlische Jerusalem. Wenn nun die heilige Stadt die Mutter ist, Jesus nach Jesaja 9,5 unser Ewig-Vater, dann sind wir die Kinder. Wenn wir dies nun auf die Hochzeit des Lammes übertragen (vgl. Matthäus 22), dann ist Jesus der Bräutigam, die heilige Stadt die Braut und die Nachfolger Jesu sind die Hochzeitsgäste. Der Zeitpunkt der Hochzeit ist dann, wenn Jesus seine Herrschaft antritt, wenn er das Reich vom Vater übergeben bekommt.

 
Offenbarung 21,12-21 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. Und der mit mir redete, hatte einen Meßstab, ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre Mauer. Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich. Und er maß ihre Mauer: hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, das der Engel gebrauchte. Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
 
  In diesen Versen wird uns die heilige Stadt beschrieben, das neue Jerusalem. Zu dieser Stadt gibt es nicht viel zu sagen, außer dass es Johannes sehr schwer gefallen sein muss, die Herrlichkeit der Stadt mit Worten zu beschreiben.

Interessant ist, dass die Edelsteine die Farben des Regenbogens darstellen. Etwas irritierend scheint zu sein, dass die Breite, Länge und Höhe der Stadt gleich zu sein scheinen. Bibelausleger sehen aber in dem griechischen Wort für "gleich" die Bedeutung "verhältnismäßig". Daraus würde sich ergeben, dass die Höhe der Stadt im Verhältnis zur Länge und Breite steht. Dies passt auch zur Beschreibung der Mauer, da ihre Höhe explizit angegeben ist, was bei einer würfelförmigen Stadt keinen Sinn ergeben würde.

Die Namen der zwölf Apostel zeigen an, dass es sich um eine christliche Stadt handelt und die Namen der zwölf Stämme deuten an, dass es sich nicht um das natürliche Israel handelt, sondern um das geistliche Israel, zu dem alle Nachfolger Jesu zählen.

 
Offenbarung 21,22-26 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Pracht und den Reichtum der Völker in sie bringen.
 
  In der heiligen Stadt wird es keinen Tempel mehr geben. Der himmlische Tempel (vgl. Das himmlische Heiligtum) diente dem Erlösungsplan des Menschen. Er schloss den Fürsprecherdienst Jesu und die Reinigung des Heiligtums von den Sünden (vgl. Das Gericht) mit ein. Da aber durch die Schaffung der neuen Erde die Sünde für immer vernichtet sein wird, bedarf es keines Heiligtums mehr. Opfer, Gaben und das gesamte Mittlerwerk Jesu haben damit für immer aufgehört.

Allerdings war es so, dass im Alten Testament das Heiligtum nicht nur für gottesdienstliche Zwecke gebraucht wurde, sondern es auch der Schmuck der Stadt war. Da es auf der neuen Erde kein Heiligtum mehr geben wird, so wird Gott selbst die Herrlichkeit der neuen Stadt sein.

Auch wird es in der heiligen Stadt keine Nacht geben, da die Herrlichkeit Gottes die Stadt erleuchten wird. Das soll aber nicht heißen, dass es auf der neuen Erde keine Nacht mehr geben wird. Die Stelle besagt nur, dass es in der heiligen Stadt keine Nacht geben wird.

Hinweis: Die Könige auf der neuen Erde sind nicht die Könige unserer heutigen Erde. Da die Völker auf der neuen Erde nach Offenbarung 22,5 für alle Zeiten regieren werden, sind sie die Könige der neuen Erde.

 
Offenbarung 21,27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Greuel tut und Lüge, sondern allein, die geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes.
 
  Die Bibel sagt ganz klar, dass nicht jeder auf die neue Erde kommen wird. Nur wer im Buch des Lebens steht, darf auf der neuen Erde sein. Im Buch des Lebens stehen aber nach Offenbarung 3,5 die Überwinder, die das Kleid der Gerechtigkeit Jesu erhalten. Wer durch Jesus überwindet und sich die Gerechtigkeit Jesu schenken lässt, der darf gewiss sein, dass er erlöst wird.