Quelle: http://www.dasgeheimnis.de/web/daniel_10.htm

Daniel 10

Daniel 10 ist die Einleitung zu der detaillierten Vorhersage, die in Daniel 11 mit dem persischen Reich beginnt und in Daniel 12 mit der Wiederkunft Jesu endet.

Daniel 10,12.13 Und der sprach: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen. Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter der Engelfürsten, kam mir zu Hilfe ...
 
  Diese kurzen Texte geben uns einen erstaunlichen Einblick in den großen Kampf, der um uns Menschen tobt. In der Offenbarung wird dieser Kampf ebenfalls beschrieben:

Offenbarung 12,7-9 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.

Diese Szene beschreibt einen Kampf zwischen Michael (= Wer ist wie Gott) und Satan. Auf der Seite Michaels befinden sich Engel und auf der Seite Satans ebenfalls. Michael ist demzufolge der Anführer der Gott treuen Engel und Satan der Anführer der gefallenen Engel (Dämonen). Das Wissen um die Existenz dieses kosmischen Konflikts ist wichtig, um den Text im Danielbuch verstehen zu können.

Der Text besagt, dass Daniel sich vor Gott demütigte, weil er Wahrheiten von Gott empfangen wollte. Der Engel, der ihm nun erschien, konnte ihm aber nicht sofort antworten, da er vom Engelfürst Persiens aufgehalten wurde. Ein Engelfürst ist ein Anführer von Engeln. Ein Fürst über Engel. Bei dem Engelfürst von Persien muss es sich also um Satan selbst, oder zumindest um einen mächten Dämon handeln, der Befehlsgewalt über andere gefallene Engel hat. Denn erst als Michael eingreift - der erste unter den Engelfürsten - kann Gott antworten. Dies ist der Kampf, der um uns tobt. Satan kämpft gegen Jesus (Michael) um jede Seele auf dieser Erde. Wenn wir zu Gott beten und dabei das Gefühl haben, dass er uns nicht erhört, dann dürfen wir dennoch wissen, dass er uns erhört. Denn als Daniel anfing zu beten, wurde sein Wort erhöht. Aber eben nicht sofort beantwortet.

Hinweis: Durch den Tod am Kreuz hat Jesus Satan besiegt. Wenn wir Jesus als unseren persönlichen Erlöser annehmen, stehen wir auf der Seite des Siegers.

Hinweis: In Daniel 10,16 wird beschrieben, dass einer, der einem Menschen gleich sah, die Lippen Daniels anrührte. Von der Person wird in Daniel 10,20 berichtet, dass sie wieder ausgeht, um mit dem Engelfürsten zu kämpfen. Wir wissen, dass Michael mit dem Engelfürsten kämpft. Diese Person muss also Michael sein. Und weil sie wie ein Mensch aussieht, können wir daraus schließen, dass Michael und Jesus ein und dieselbe Person sind.


 
Daniel 10,14 Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht geht auf ferne Zeit.
 
  Die Vision (Gesicht) geht auf das Ende der Tage hin.

Was ist damit gemeint?

Daniel wollte natürlich wissen, was mit seinem Volk geschehen würde. Wie wir in Daniel 9,27 gesehen haben, hörte das Volk Israel kurz nach dem Tod Jesu auf, das besondere Volk Gottes zu sein. Das Evangelium wurde jetzt nicht mehr allein dem Volk Israel gepredigt, sondern auch allen Heiden. Das Christentum war geboren (vgl. Warum so viele Religionen?). Seit Jesu Auferstehung ist die Zugehörigkeit zum Volk Gottes nicht mehr an ein Bundesvolk gebunden, sondern wer Jesus als seinen persönlichen Erlöser annimmt, der gehört zum Volk Gottes:

Galater 3,29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Wenn hier also von dem Volk am Ende der Tage die Rede ist, bezieht sich dies nicht allein auf das Volk Israel, sondern auf die Menschen, die an Jesus glauben und seine Gebote halten (vgl. Der Ruhetag Gottes).